Land der Väter!

Land der Väter!

Land der Väter, heil’ges Erbe,
O wie lieb’ ich dich so sehr!
Denk ich dein’, drückt alles Herbe
Meines Lebens mich nicht mehr!

Land der Väter, Land der Sonne,
Palästina, sei gegrüßt!
Denk ich dein, so wird zur Wonne
Alles Bitt’re mir versüßt.

Land der Väter, dir entgegen
Schlägt mein müd’ gehetztes Herz.
Und in überreichen Segen
Wandelt sich mein herbster Schmerz!

Land der Hoffnung, heil’ges Erbe,
Neu ergrünt dein Myrthen-Laub!
Heil: daß ich, bevor ich sterbe,
Küssen kann noch deinen Staub!

Leopold Schwarz, Brünne.

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